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Nachhaltige Forstwirtschaft: Wichtige Zertifikate für Holz

Nachhaltigkeit ist in der Forstwirtschaft von großer Bedeutung. Schließlich geht es darum, die natürlichen Ressourcen zu schützen. Eine Möglichkeit, um die Nachhaltigkeit von Holzprodukten sicherzustellen, ist die Verwendung von Zertifizierungssystemen. Zu den wichtigsten Zertifikaten für nachhaltiges Holz zählen das Forest Stewardship Council (FSC) und das Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC).

Zu sehen ist ein Stapel an Baumstämmen. Im Hintergrund ist Wald zu sehen sowie ein Bagger.
Zu den wichtigsten Zertifikaten für nachhaltiges Holz zählen das Forest Stewardship Council (FSC) und das Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC).

Das Forest Stewardship Council (FSC) ist eines der bekanntesten und anerkanntesten Zertifikate für nachhaltiges Holz. Es wurde 1993 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Umwelt, die sozialen und wirtschaftlichen Interessen der lokalen Gemeinschaften sowie die langfristige Wirtschaftlichkeit von Wäldern zu schützen. Um das FSC-Zertifikat zu erhalten, müssen Waldbesitzer bestimmte Umwelt- und Sozialstandards erfüllen, die von unabhängigen Zertifizierungsorganisationen überprüft werden. Diese Standards beinhalten unter anderem den Schutz von natürlichen Lebensräumen, die Förderung der biologischen Vielfalt und die Unterstützung von indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften. In Deutschland sind laut FSC (Stand: Januar 2022) rund 1,44 Millionen Hektar Wald FSC-zertifiziert.

Das PEFC zählt zu den wichtigsten Zertifikaten

Das Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC) ist ein weiteres anerkanntes Zertifikat für nachhaltiges Holz. Es wurde 1999 gegründet und ist nach eigenen Angaben das weltweit größte Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung. Holz- und Papierprodukte mit dem PEFC-Siegel stammen demnach nachweislich aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Das bedeutet unter anderem, dass maximal so viel Holz geerntet wird, wie im Wald auch wieder nachwächst und besondere Biotope im Wald – beispielsweise Totholzbäume als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten – erhalten bleiben. Auch die Wahrung der Arbeitnehmerrechte ist ein wichtiger Bestandteil der PEFC-Standards. Dazu zählt die faire Bezahlung der Arbeitskräfte. Um das PEFC-Zertifikat zu erhalten, müssen Waldbesitzer somit bestimmte Umwelt-, Sozial- und wirtschaftliche Standards erfüllen. Diese werden von unabhängigen Organisationen überprüft. Mit über acht Millionen Hektar zertifizierter Waldfläche sind laut PEFC bereits rund drei Viertel der deutschen Wälder PEFC-zertifiziert.

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